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Private Krankenversicherung...

Skandalös erscheint nicht nur nach unserer Auffassung die Situation im Bereich diverser privater Krankenversicherungen, die in den letzten Jahren - immer mit der gebetsmühlenartig vorgetragenen Begründung, wir würden immer älter und die Medizin immer teurer - die Beiträge so nach oben haben schiessen lassen, dass ihren Versicherungsnehmern hören, sehen und leider auch die Lebensfreude verging. Einige Betroffene haben uns gefragt, ob ihre Lebensqualität nur noch darin bestehen soll, für ihre Versicherung Beiträge abzuführen, während ihnen insbesondere im Zuge der im Rentenalter eingetretenen Geldnot nicht mehr genug Mittel bleiben, mit der erhaltenen Gesundheit noch etwas lebensfrohes anzufangen. Dabei ist den Menschen im gehobenen Alter klar, dass sie wegen der gebildeten Rücklagen in der Falle sitzen und ein Versicherungswechsel nicht mehr in Frage kommen kann. Dieser Abhängigkeit scheinen sich die einschlägigen Versicherer sehr wohl bewusst zu sein. Angesichts der Tatsache, dass - anders als in der gesetzlichen Rentenversicherung - keine Koppelung der Beiträge an die Einkommen besteht, scheint in diesem Zusammenhang dem Missbrauch für private Krankenversicherer - leider wiederum zu Lasten der Schwachen - Tür- und Tor geöffnet.

  Wir haben um eine Stellungnahme des Ombudsmannes für die privaten Krankenversicherer in Berlin gebeten und auch bei einem Versicherer nachgefragt, ob ein Kontakt mit Treuhändern möglich ist, die angeblich interessengerecht (?) die Beitragserhöhungen prüfen und absegnen. Beides ist leider so unbefriedigend verlaufen, dass es uns völlig unverständlich ist, warum der Gesetzgeber angesichts der Missbrauchsneigung noch nicht wirklich effektiv eingegriffen hat. Vor dem Hintergrund, dass auf den verschiedensten Rechtsgebieten jedes “Fitzelchen” an Interessenausgewogenheit gesetzlich geregelt ist, dürfte hier zur Zeit (September 2012) bei etlichen Versicherern nur davon die Rede sein können, wie es ein Betroffener ausgedrückt hat, der zuletzt von einem auf den übernächsten Monat ohne Leistungserweiterung “dreistellig” um 27,5% erhöht wurde: “Es handelt sich um eine üble Form der Ausnutzung von Abhängigkeit, die keiner wirksam erscheinenden Kontrolle unterliegt!” Vielleicht gilt ja auch hier das Prinzip des Vertrauens auf die Selbstbeschränkung der Versicherer! Wie das funktioniert, lässt sich sehr schön an den vergleichsweise hochwirksam kontrollierten, gesetzlichen Krankenversicherern ablesen, die sich angesichts fortwährend angewachsener Beitragsüberschüsse nicht so recht durchringen können, die Kohle wieder loszulassen.(ja, ja, Polemik - sie wollen nur unser Bestes, wenn sie Rücklagen bilden müssen...).

  Wie katastrophal die Situation bundesweit wirklich ist, wurde kürzlich in einem sehr treffenden Beitrag in der Würzburger MAIN-POST berichtet. Wir danken der Zeitung und dem Verfasser des Beitrags für die freundliche Zustimmung zur Veröffentlichung auf dieser Seite. In dem Beitrag lässt sich treffend nachlesen, warum die zuvor geschilderte Beitragserhöhung nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Wie immer, wird auch in diesem Zusammenhang nur Solidarität etwas ausrichten können, damit die Versicherer bezahlbare Alternativtarife anbieten und eine effektive Kontrolle einsetzt, die transparenter als bisher arbeitet. Darüber hinaus muss - wie überall im Lande - abgestellt werden, dass mangels Anstrengungen in der Missbrauchsbekämpfung “bequem” verfügte Kostenumschichtungen diejenigen treffen, die die Regeln einhalten...

 

Der Beitrag der MAIN-POST “Aus für Private Krankenversicherungen ?”      vom 30.03.2012 ist als PDF rechts über einen Tastendruck auf “Plug-In”   nachlesbar - vorausgesetzt, Sie haben auf dem PC einen aktuellen Acrobat-   Reader installiert. Nochmals herzlichen Dank der MAIN-POST und dem Verfasser, Herrn Rudi Wais.

 

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